Montag, 21. Februar 2011

Logbucheintrag, 20.02.2011: Wehmut an Bord

Am 18.02.2011 verlassen wir Johnnos' "Liming" und Anguilla - ein Stück ursprüngliche Karibik: Leere Supermärkte (Brot gibts nur, wenn man Glück hat, ansonsten halt Bananen, Wasser & Rum), viel Bürokratie, jedoch eine unglaublich anziehende Atmosphäre, die man so schnell nicht vergisst. Wir werden uns sicherlich auch zu Hause in Deutschland immer wieder daran erinnern - hoffentlich - wenn es bei uns mal wieder zu hektisch zugeht.
Menschen, Einheimische, die eine faszinierende Langsamkeit und "Entspanntheit" an den Tag legen, die wir Europäer vielleicht am Anfang irritierend als ignorantes oder gar gleichgültiges Verhalten interpretieren. Stimmt aber nicht ! Hinter der herben Fassade steckt eine Freundlichkeit, die einen dann doch immer wieder überrascht. Mit lockeren Sprüchen wie "Everything ok guys?" auf den Lippen wird einem auf die Schulter geklopft.
Für Edith & Franz ist es der letzte Segeltag zurück nach St. Martin/St. Maarten: Zusammen erlebten wir zum Teil doch sehr aufregende Momente. Zum Abschluss zieht noch ein kleine Wasserhose (Mini-Wirbelsturm) an uns vorbei, wir werden glücklicherweise nur nass - von oben.
Wir ankern in der französichen Marigot-Bay auf St. Martin: Die Zivilisation hat uns wieder! Lärmender Autoverkehr, Brackwasser im Hafenbecken, aber eine wirklich tolle Bäckerei mit Erdbeertörtchen und Vollkornbrot.
Am 19.02.2011 muessen wir frueh raus, die Hebebrücke in der Simpson Lagoon öffnet schon um 08:15 Uhr. Da gehts wirklich eng zu ! Rechts und links von Snowflake nur noch 2 Meter, da ist "Käptn's Augenmaß gefragt. Auch in der Lagune wird konsequent das Echolot im Auge behalten. Die Wassertiefe beträgt oft ausserhalb der verwirrenden Fahrwasserbetonnung nur noch 40cm, wir haben einen Tiefgang von 90cm !
Gegen 10 Uhr passieren wir die Grenze zum niederländischen St. Maarten und legen in der Simpson Bay Marina an.
Es wird gleich "klar Schiff gemacht": Deck geschrubbt, Diesel- und Wasser getankt, die Kajüten und die Kombüse geputzt, Ersatzteile besorgt, das Dinghi neu geklebt, es gibt ja immer viel zu tun. Die neue Crew ist schon im Anmarsch !
Es kehrt an Bord ein bisschen Wehmut ein.
Schon wieder sind 2 besondere Wochen rum.
Wir verabschieden Edith und Franz und sehen sogar vermutlich ihren Flieger über uns hinwegfliegen. Luis ist sehr traurig...
Aktivismus hilft und wir machen noch am Nachmittag den nächsten Grosseinkauf für die nächste Crew, die wir am Abend freudig erwarten. Auf zu neuen Ufern, zu den British Virgin Islands (BVIs') !

Donnerstag, 17. Februar 2011

Logbucheintrag, 16.02.2011: " 7 Formulare für Anguilla und kein Fischkopf an Bor

Wir schaffen es bis 15 Uhr in der Road Bay auf Anguilla anzukommen. Wir beeilen uns, die Einklarierungsprozedur hinter uns zu bringen. Das Ausfüllen der vielen Formulare wird in Johnnos' Bar verlegt. "Liming" mit Rum-Punsch macht die Prozedur erträglich. Zeitgleich bestaunen Edith, Esther und Luis die leeren Supermarktregale, wo sie etwas Brot, Bananen und eine Flasche Wasser erstehen.
Am nächsten Tag gehts frueh weiter zu einem Abstecher ins angekündigte Schnorchelparadies der "Prickley Pears". Auf dem Weg dorthin passieren wir "Sandy Island", die perfekte Idylle zum Heiraten, neben "Mopion Isaland". Ein erneutes Angelglück von Franz sichert das Abendessen: Ein barschähnlicher Fisch mit roten Augen, nachdem er den obligatorischen Wodka hinter die Kiemen verabreicht bekommen hat. Der Wodka ist alle, der nächste Fisch kriegt "Single Malt".
Auf "Prickely Pears" angekommen, erwartet uns ein weiterer Korallenfriedhof in paradisischer Umgebung: Türkisfarbenes Wasser, ein weisser, palmenumsäumter Sandstrand und einer bunten Fischvielfalt: Viele, grosse Papageienfische und noch viele, bunte Fische mehr !
Wir kommen am Abend in der Crocus-Bay an und hauen den Fisch in die Pfanne mit reichlich Kartoffeln, da Franz' zweiter Fisch die Angelleine durchgebissen hat. Teure, arme Fische, wir geniessen ein vorzügliches Menue !

Dienstag, 15. Februar 2011

Logbucheintrag, 14.02.2011: "Kaventsmänner" zum Valentinstag

Der Tag beginnt ruhig mit dem nach "unten schauenden Hund" am Vordeck (Yoga!)
Wir schnorcheln in dem Marine Park der Ilets Pinels und machen uns gegen Mittag von der Boje los Richtung Baie Grande Case, ein eigentlich kurzer Sprung nach St. Martin.
Wir muessen aber durch die vorgelagerte Zone der Brecher an der wilden Ostküste. Der Meeresboden steigt dort von 25 Meter rapide auf 5 an, d.h. die über 5000km aufgebaute Atlantikwelle staut sich auf und es bilden sich imposante Roller.
Wir versuchen durch die Brecher durchzusteuern, da löst sich ein Karabiner der Dinghi-Aufhängung.
Das Dinghi hängt nur noch an der Sicherung und schlägt gegen das Heck. Franz befestigt schliesslich das Dinghi wieder sicher.
Plötzlich kommt Ediths' Ruf von Steuerbord: "Wahrschau" (d.h. "Riesenwelle").
Ludwig schreit: "Festhalten" !, Luis wird noch ins Cockpit gezogen, dann kommt er an: Wie eine Wand baut sich der Kaventsmann senkrecht vor uns auf. Er bricht sich direkt über Snowflake, die vollständig überspült wird !
Wir sind zu langsam, um auf Kurs zu bleiben und über die Welle zu kommen. Snowflake kippt seitlich weg. Wir haben uns um 90 Grad gedreht.
Wir sind alle noch da, völlig durchnässt und sprachlos. Unser "Hoppel" (Stromgenerator) baumelt achtern an der Sicherungsleine. Franz holt ihn wieder an Bord.
Keine Zeit zum Durchatmen, der nächste Brecher rollt an und holt den Laptop vom Pult, um 2 Meter tiefer in der Pantry aufzuschlagen. Das gesicherte Geschirr und die Lebensmittel fliegen durch die Küche. Wir halten uns fest.
Nach mehreren weiteren Brechern haben wir die Brandungszone passiert und können auf gemütlichem Vorwindkurs unser Ziel ansteuern.
Wir erreichen die Bucht und machen uns an die Aufräumarbeiten und siehe da: Der Laptop hat den Sturz überlebt.

Montag, 14. Februar 2011

Logbucheintrag, 13.02.2011: Doktorfische und Party Girls

Auf dem Weg von St. Barth nach St. Martin machen wir einen Zwischenstopp auf den "Five Islands", einem Marine Reserve. Unser Segelführer (Erscheinunsjahr 2008) verspricht uns wieder ein intaktes Korallenriff, wir sehen auch viele bunte und verschiedene Fische, doch die Korallen sind abgestorben. Die Hurricans der letzten Jahre haben wohl auch die Unterwasserfauna zerstört.
Trotzdem ist die unbewohnte Bucht ein idyllischer Nachtankerplatz.
Am nächsten Tag segeln wir weiter nach St. Martin, diesmal auf der seglerisch anspruchsvollen Ostküste. Die Atlantikroller brechen sich eindrucksvoll vor der Küste.
Auf Ilet Pinels finden wir den Geheimtipp, einen endlich mal wieder wirklich ruhigen Ankerplatz, einen "yellow beach" mit starkem Rum-Punsch, Einsiedlerkrebse und sexy party girls! Vor traumhafter Kulisse wehen die Röckchen der Französinnen im Wind und demonstrieren lebhaft die aktuelle Tangamode.

Samstag, 12. Februar 2011

Logbucheintrag, 11.02.2011: "Der Schiffe mastenreicher Wald", nach Schiller

Wir kommen pünktlich gegen 7 Uhr los und nehmen Kurs auf St. Barth: 66sm vor uns !
Strammer Wind platt vor den Laken.
Der Plan war, nach der Riffpassage die Angel auszulegen, um pünktlich zur Mittagszeit den Fisch in der Pfanne zu haben. Um 11 Uhr setzt Franz optimistisch schon mal die Kartoffeln auf. Die Angel wird ausgelegt, die Kartoffeln sind fertig. Ein Fisch beisst an, die Angel biegt sich, es muss ein großer sein. Also die Fahrt aus dem Schiff nehmen und den Fisch beiholen. Der Fisch hat Glück und den Kampf gewonnen.
Wir Essen Bratkartoffeln ohne Fisch. Franz wills nochmal versuchen !
Kaum war die Angel draussen, zerrt es wieder an der Angelschnur.
Diesmal gewinnt Franz.
Ein wunderschöner Thunfisch, genau mit der richtigen Größe für eine Mahlzeit zu fünft.
Unter voller Fahrt wird der Fisch achtern in die Pütz geholt, zu küchenfertigen Steaks verarbeitet und erstmal kaltgestellt.
Ein "Squall" zieht plötzlich auf, es muss schnell gehen, die Genua einholen und zwei Reffs ins Groß. Es pfeift ordentlich mit teilweise 40knts Wind und die Wellenhöhe nimmt zu. Glücklicherweise hat der Fisch die Pütz wieder freigegeben.
Es wird dunkel und unser Zielankerplatz auf St. Barth stellt sich als zu ungeschützt heraus. Wir müssen weiter. Neues Ziel ist Gustavia.
Mit 6 Augen im Ausguck finden wir einen Platz zwischen "der Schiffe mastenreichem Wald".
Der Ankerplatz ist ein mit starkem Schwell gesegneter.
Nach 12 Stunden Fahrt fallen wir trotzdem in tiefen Schlaf.
Nur die Sorge um den Fisch treibt Ludwig um 3 Uhr aus dem Bett, um den Kühlschrank für eine halbe Stunde wieder einzuschalten.
Luis überrascht uns mit einem gedeckten Frühstückstisch.
Bruno, der Hafenmeister, erinnert uns freundlich, dass wir noch einklarieren müssen.
Wir machen das Dinghi klar und setzen in den Hafen über: Dort betreten wir das Land der Mega-Yachten. Die "A" von Abramovíc wird noch getoppt von der "Grand Bleu". Diese hat neben einem Hubschrauberlandeplatz, mehreren Speedbooten noch eine 50ft Segelyacht an Bord.
Wir klarieren unbeirrt wieder aus, geniessen noch Cafè au lait und Croissants, duschen (kalt, aber gratis) und kaufen ein.
Zurück an Bord findet nun unser sorgsam behüteter Thunfisch endlich den Weg in die Pfanne !

Donnerstag, 10. Februar 2011

Logbucheintrag, 09.02.2011: Elvis, rosa Strand und Höllenritt auf dem Wassertank

In der Dickenson Bay auf Antigua sind wir auf der Suche nach einem Restaurant zum Mittagessen.
Wir treffen Elvis, der Mann für alle Fälle. So landen wir bei Tony's Barbeque. Es gibt Barbeque Chicken nur mit Rice, Spicy Baked Chicken nur mit Fries. Wir wollen aber Barbeque Chicken mit Fries und Spicy Chicken mit Rice, ganz einfach sollte man meinen. Die Sonderbestellung dauert aber seine karibische Zeit. Spicy ist letztendlich dann das Barbeque Chicken.
Jet-ski und "was zu rauchen" von Elvis lassen wir aus.
Am 08.02. starten wir gegen 10 Uhr die Überfahrt nach Barbuda. Die Segel sind rasch gesetzt, mit 7,5 knts beinahe aufs Riff gesetzt. Ein schneller Aufschiesser verhindert das Desaster.
Hart am Wind bei 30 knts Wind und 3,5 Meter hohen Wellen sind wir auf Nordkurs.
Für die neue Crew ein anspruchsvoller Einstieg. Edith wählt die schattige Luvseite, Franz das überspülte Vorschiff, Luis, geübt, die Pütz. Hoffentlich gibts 'ne Belohnung !
Und sie kommt ! Wir erreichen den rosa Strand in der Cocoa-Bay am frühen Nachmittag.
Kilometerlanger, weiss-rosa, einsamer Puderstrand mit türkisem Wasser !
Am nächsten Morgen emsige Betriebsamkeit: Das Deck wird geschrubbt und alle Bilgen leer geschöpft.
Heute ist Ausklarierungstag. Der Security-Man im Häuschen am Graspisten-Flugplatz bietet die Vermittlung für die Hin- und Rückfahrt mit dem Taxi in das einzige Dorf für 80 US-Dollar an.
Wir gehen lieber zu Fuss bei der größten Mittagshitze ohne einen Tropfen Wasser.
Die veranschlagten 3 Meilen ziehen sich. Tatsächlich sind es 10.
Nach einer Stunde treffen wir auf eine Strassenwalze, die Hauptstrasse der Insel ist eine Sandpiste.
Danach passieren wir einen parkenden LKW, beladen mit einem Wassertank. Unsere Frage, "Wie weit ists denn noch?", wird mit einem lapidaren "A good walk" beantwortet. Unsere Frage, ob er in die Stadt fährt, wird beantwortet, mit "in two hours". Ludwig sagt ihm, wenn er uns dann noch auf dem Weg findet, kann er uns ja vielleicht mitnehmen. Wir laufen weiter.
5 Minuten später hat der Rasta-Man ein Erbarmen. Der LKW kommt von hinten mit "Do you need a ride in town?", "Yes, yes!" und wir klettern fast "wie die Gemsen" auf den 3 Meter hohen Wassertank (die Frauen noch im Bikini). Der glatte Wassertank gibt uns keinen Halt und wir sitzen frei in 4 Meter Höhe und der Lkw rast mit 50km/Stunde unter tiefhängenden Stromkabeln die Sandpiste entlang.
Nach endlosen Minuten stoppt der Laster an der ersten Kreuzung. Wir sind im Zentrum der Hauptstadt, die auch die einzige ist, immerhin 1500 Einwohner mit 17 "Police men".
"Behende" klettern wir vom Tank herunter, bedanken uns mit 5 US-Dollar und machen uns auf den Weg - doch erstmal zum Restaurant. Wir haben Glück, eins der 3 Restaurants in der Hauptstadt hat geöffnet.
Es gibt Lobster, Barracuda, Stewed Pork und Burger für Luis.
Danach gehts zum Ausklarieren. Wir landen im Immigration Office, leider zu früh, die Reihenfolge ist: "Port Authority", "Customs" und "Immigration Office", alles schön in der Stadt verteilt.
Tja, Ludwig und Franz machen sich auf den Weg.
Nach einer Stunde sind wir wieder "freie Menschen".
Da hält vor unserer Nase ein Auto. Die Lehrerin bittet um Spenden für ihre Schule. Sie benötigen einen Beamer und wir brauchen einen "lift" zum Ankerplatz: Der "deal" ist gemacht. Wir spenden für die Schule und bekommen die Rückfahrt.
Noch ein Fussball-Match am weiss-rosarotem Strand.
An Bord planen wir unsere weitere Reise: Anstatt nach Nevis & St. Kitts wählen wir St. Barth, 66 sm, d.h. 6 Uhr aufstehen und 12 Stunden segeln.

Montag, 7. Februar 2011

Logbucheintrag, 06.02.2011: Wasser im Schiff, Crewwechsel und Pelikane

Am 03.02. verlassen wir English Harbour und machen einen kleinen Abstecher zu den Korallenriffs im Südosten von Antigua.
Es erwartet uns eine tolle Bucht und zum ersten Mal sind wir auch tatsächlich allein an dem Ankerplatz. Sehr romantisch !
Doch unsere Begeisterung bei der Ankunft wird jäh unterbrochen.
Als Esther nach dem Ankermanöver den Backbord-Rumpf betritt und ins Bad geht, hört man sie nur noch lauthals schreien: "Wasser im Schiff!". Im Bad steht man fast bis zum Knie im Wasser und das ist nur der Überlauf aus dem Motorraum !
Ca. 200 Liter Wasser ! Also aus dem "Panic"-Schapp die Elektropumpe rausholen und das Wasser abpumpen und schon mal die Holzpropfen bereit machen, um notfalls das Loch zu stopfen. Wie sich dann rausstellt, läuft ständig wieder Meerwasser nach, aber letztendlich ist nur der Kühlwasserschlauch geplatzt.
Ludwig kann den Schaden selbst beheben und wir saufen also nicht ab.;-)
Wir geniessen die absolute Einsamkeit und die Ruhe.
Gegen Mittag am 04.02. machen wir uns auf Richtung Norden, Jolly Harbour, wo wir Edith und Franz am späten Abend erwarten.
Wir gönnen uns seit 3 Wochen mal wieder einen Liegeplatz in der Marina, um unsere Wasser-, Benzin- und Dieselvorräte aufzufüllen. Auch unsere Lebensmittel sind schon wieder alle.
Um 22 Uhr treffen Edith & Franz in der Marina ein. Sie sind da, es hat geklappt. Mit einem Inselhopper sind sie noch schnell von St. Maarten zu uns nach Antigua "gehüpft".
Am nächsten Morgen heissts gleich "klar Schiff" machen, Schoten erneuern und richtig gross bunkern gehen, in einem Supermarkt nach europäischem Standard. Puhhh! Es gibt zwar wirklich alles, doch zum 3-fachen Preis !
Trotzdem: Zwei Einkaufswägen werden vollgemacht, einer nur mit Trinkwasser, 100 Liter!
Wir gehen nochmal gut essen, guten Cappuchino trinken und rüsten unsere Schnorchelausrüstung nach.
Dann legen wir am Nachmittag in der Marina ab, um in der Bucht vor Anker zu gehen.
Wir sind wieder ganz allein - nein nicht ganz - 2 Pelikane leisten uns in der Bucht Gesellschaft und fliegen zum Anfassen nah immer wieder bei ihren Fischfangaktionen an Snowflake vorbei ! Unglaublich schön, sie zu beobachten mit ihrem riesigen Schnabel !
Am nächsten Morgen wieder ein Gruss der Pelikane an uns !
Wir verabschieden uns und fahren in die nicht weit entfernte "Deep Bay", in der der Mast eines gesunkenen Dreimasters aus dem Wasser ragt. Ein berühmter Tauch- und Schnorchelstopp: Bloss, wie sich herausstellt, sind die Korallen vollständig zerstört und wir haben grad mal einen Fisch gesehen.
Liebe Kristina, ein kleiner Blick hinter die "Kulissen":
Luis plappert den ganzen Tag, selbst unter Wasser beim Schnorcheln!
Vielleicht sehen wir deswegen keine Fische. ;-)
Wir geniessen die handfeste Unterstützung von Edith & Franz, die "noch" auf den Skipper hören und alle Segelmanöver ohne Meuterei ausführen. :-)
Das Heimweh hält sich in Grenzen, trotzdem sprechen wir immer öfter von "zu Hause" und vor allem die Organisation eines sicheren, bezahlbaren Liegeplatzes für Snowflake in der Karibik ist nun grosses Thema. Unser ursprünglicher Plan, einen Platz Richtung Venezuela zu finden, wird aufgrund der Informationen von Seglerbekanntschaftenin in Frage gestellt. Das Risiko, von Piraten überfallen zu werden, scheint uns nun tatsächlich zu gross. Wir suchen nun nach Alternativen.