Am 03.02. verlassen wir English Harbour und machen einen kleinen Abstecher zu den Korallenriffs im Südosten von Antigua.
Es erwartet uns eine tolle Bucht und zum ersten Mal sind wir auch tatsächlich allein an dem Ankerplatz. Sehr romantisch !
Doch unsere Begeisterung bei der Ankunft wird jäh unterbrochen.
Als Esther nach dem Ankermanöver den Backbord-Rumpf betritt und ins Bad geht, hört man sie nur noch lauthals schreien: "Wasser im Schiff!". Im Bad steht man fast bis zum Knie im Wasser und das ist nur der Überlauf aus dem Motorraum !
Ca. 200 Liter Wasser ! Also aus dem "Panic"-Schapp die Elektropumpe rausholen und das Wasser abpumpen und schon mal die Holzpropfen bereit machen, um notfalls das Loch zu stopfen. Wie sich dann rausstellt, läuft ständig wieder Meerwasser nach, aber letztendlich ist nur der Kühlwasserschlauch geplatzt.
Ludwig kann den Schaden selbst beheben und wir saufen also nicht ab.;-)
Wir geniessen die absolute Einsamkeit und die Ruhe.
Gegen Mittag am 04.02. machen wir uns auf Richtung Norden, Jolly Harbour, wo wir Edith und Franz am späten Abend erwarten.
Wir gönnen uns seit 3 Wochen mal wieder einen Liegeplatz in der Marina, um unsere Wasser-, Benzin- und Dieselvorräte aufzufüllen. Auch unsere Lebensmittel sind schon wieder alle.
Um 22 Uhr treffen Edith & Franz in der Marina ein. Sie sind da, es hat geklappt. Mit einem Inselhopper sind sie noch schnell von St. Maarten zu uns nach Antigua "gehüpft".
Am nächsten Morgen heissts gleich "klar Schiff" machen, Schoten erneuern und richtig gross bunkern gehen, in einem Supermarkt nach europäischem Standard. Puhhh! Es gibt zwar wirklich alles, doch zum 3-fachen Preis !
Trotzdem: Zwei Einkaufswägen werden vollgemacht, einer nur mit Trinkwasser, 100 Liter!
Wir gehen nochmal gut essen, guten Cappuchino trinken und rüsten unsere Schnorchelausrüstung nach.
Dann legen wir am Nachmittag in der Marina ab, um in der Bucht vor Anker zu gehen.
Wir sind wieder ganz allein - nein nicht ganz - 2 Pelikane leisten uns in der Bucht Gesellschaft und fliegen zum Anfassen nah immer wieder bei ihren Fischfangaktionen an Snowflake vorbei ! Unglaublich schön, sie zu beobachten mit ihrem riesigen Schnabel !
Am nächsten Morgen wieder ein Gruss der Pelikane an uns !
Wir verabschieden uns und fahren in die nicht weit entfernte "Deep Bay", in der der Mast eines gesunkenen Dreimasters aus dem Wasser ragt. Ein berühmter Tauch- und Schnorchelstopp: Bloss, wie sich herausstellt, sind die Korallen vollständig zerstört und wir haben grad mal einen Fisch gesehen.
Liebe Kristina, ein kleiner Blick hinter die "Kulissen":
Luis plappert den ganzen Tag, selbst unter Wasser beim Schnorcheln!
Vielleicht sehen wir deswegen keine Fische. ;-)
Wir geniessen die handfeste Unterstützung von Edith & Franz, die "noch" auf den Skipper hören und alle Segelmanöver ohne Meuterei ausführen. :-)
Das Heimweh hält sich in Grenzen, trotzdem sprechen wir immer öfter von "zu Hause" und vor allem die Organisation eines sicheren, bezahlbaren Liegeplatzes für Snowflake in der Karibik ist nun grosses Thema. Unser ursprünglicher Plan, einen Platz Richtung Venezuela zu finden, wird aufgrund der Informationen von Seglerbekanntschaftenin in Frage gestellt. Das Risiko, von Piraten überfallen zu werden, scheint uns nun tatsächlich zu gross. Wir suchen nun nach Alternativen.
Montag, 7. Februar 2011
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