Wir kommen pünktlich gegen 7 Uhr los und nehmen Kurs auf St. Barth: 66sm vor uns !
Strammer Wind platt vor den Laken.
Der Plan war, nach der Riffpassage die Angel auszulegen, um pünktlich zur Mittagszeit den Fisch in der Pfanne zu haben. Um 11 Uhr setzt Franz optimistisch schon mal die Kartoffeln auf. Die Angel wird ausgelegt, die Kartoffeln sind fertig. Ein Fisch beisst an, die Angel biegt sich, es muss ein großer sein. Also die Fahrt aus dem Schiff nehmen und den Fisch beiholen. Der Fisch hat Glück und den Kampf gewonnen.
Wir Essen Bratkartoffeln ohne Fisch. Franz wills nochmal versuchen !
Kaum war die Angel draussen, zerrt es wieder an der Angelschnur.
Diesmal gewinnt Franz.
Ein wunderschöner Thunfisch, genau mit der richtigen Größe für eine Mahlzeit zu fünft.
Unter voller Fahrt wird der Fisch achtern in die Pütz geholt, zu küchenfertigen Steaks verarbeitet und erstmal kaltgestellt.
Ein "Squall" zieht plötzlich auf, es muss schnell gehen, die Genua einholen und zwei Reffs ins Groß. Es pfeift ordentlich mit teilweise 40knts Wind und die Wellenhöhe nimmt zu. Glücklicherweise hat der Fisch die Pütz wieder freigegeben.
Es wird dunkel und unser Zielankerplatz auf St. Barth stellt sich als zu ungeschützt heraus. Wir müssen weiter. Neues Ziel ist Gustavia.
Mit 6 Augen im Ausguck finden wir einen Platz zwischen "der Schiffe mastenreichem Wald".
Der Ankerplatz ist ein mit starkem Schwell gesegneter.
Nach 12 Stunden Fahrt fallen wir trotzdem in tiefen Schlaf.
Nur die Sorge um den Fisch treibt Ludwig um 3 Uhr aus dem Bett, um den Kühlschrank für eine halbe Stunde wieder einzuschalten.
Luis überrascht uns mit einem gedeckten Frühstückstisch.
Bruno, der Hafenmeister, erinnert uns freundlich, dass wir noch einklarieren müssen.
Wir machen das Dinghi klar und setzen in den Hafen über: Dort betreten wir das Land der Mega-Yachten. Die "A" von Abramovíc wird noch getoppt von der "Grand Bleu". Diese hat neben einem Hubschrauberlandeplatz, mehreren Speedbooten noch eine 50ft Segelyacht an Bord.
Wir klarieren unbeirrt wieder aus, geniessen noch Cafè au lait und Croissants, duschen (kalt, aber gratis) und kaufen ein.
Zurück an Bord findet nun unser sorgsam behüteter Thunfisch endlich den Weg in die Pfanne !
Samstag, 12. Februar 2011
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