Der Tag beginnt ruhig mit dem nach "unten schauenden Hund" am Vordeck (Yoga!)
Wir schnorcheln in dem Marine Park der Ilets Pinels und machen uns gegen Mittag von der Boje los Richtung Baie Grande Case, ein eigentlich kurzer Sprung nach St. Martin.
Wir muessen aber durch die vorgelagerte Zone der Brecher an der wilden Ostküste. Der Meeresboden steigt dort von 25 Meter rapide auf 5 an, d.h. die über 5000km aufgebaute Atlantikwelle staut sich auf und es bilden sich imposante Roller.
Wir versuchen durch die Brecher durchzusteuern, da löst sich ein Karabiner der Dinghi-Aufhängung.
Das Dinghi hängt nur noch an der Sicherung und schlägt gegen das Heck. Franz befestigt schliesslich das Dinghi wieder sicher.
Plötzlich kommt Ediths' Ruf von Steuerbord: "Wahrschau" (d.h. "Riesenwelle").
Ludwig schreit: "Festhalten" !, Luis wird noch ins Cockpit gezogen, dann kommt er an: Wie eine Wand baut sich der Kaventsmann senkrecht vor uns auf. Er bricht sich direkt über Snowflake, die vollständig überspült wird !
Wir sind zu langsam, um auf Kurs zu bleiben und über die Welle zu kommen. Snowflake kippt seitlich weg. Wir haben uns um 90 Grad gedreht.
Wir sind alle noch da, völlig durchnässt und sprachlos. Unser "Hoppel" (Stromgenerator) baumelt achtern an der Sicherungsleine. Franz holt ihn wieder an Bord.
Keine Zeit zum Durchatmen, der nächste Brecher rollt an und holt den Laptop vom Pult, um 2 Meter tiefer in der Pantry aufzuschlagen. Das gesicherte Geschirr und die Lebensmittel fliegen durch die Küche. Wir halten uns fest.
Nach mehreren weiteren Brechern haben wir die Brandungszone passiert und können auf gemütlichem Vorwindkurs unser Ziel ansteuern.
Wir erreichen die Bucht und machen uns an die Aufräumarbeiten und siehe da: Der Laptop hat den Sturz überlebt.
Dienstag, 15. Februar 2011
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