Es ist echt nicht zu fassen: Obwohl wir bereits in St. Kitts & Nevis einklariert haben und wir unsere Ausreisepapiere bereits ebenfalls von den Behörden erhalten haben, haben wir unsere Hausaufgaben wegen einem weiteren Tag Aufenthalt auf Nevis nicht korrekt gemacht. Unser "Vergehen" wird sofort verfolgt. Am Morgen kommt das Hafenpolizeiboot zu uns vor Anker und fordert uns auf, sofort zur Immigration/Customs/Port Authority zu gehen. Alle Erklärungen überzeugen nicht.
Wir warten noch 3 Standpauken ab, doch das Polizeiboot kreist 2 Stunden um uns herum, bis wir tatsächlich ins Dinghi steigen und den kürzesten Weg Richtung Strand fahren. Sie verfolgen uns und geben uns zu verstehen, dass wir nicht an Land dürfen, bevor wir nicht am offiziellen Anleger nahe der Immigration festmachen. Erst als wir klarmachen, dass mit unserem doch "Kleinfamilien-Dinghi" keine 2sm gegen Wind und Welle zurückzulegen sind, patroullieren sie uns zum Strand, soweit ihr Boot fahren kann. Obwohl wir Charlestown schon mal gesehen haben, haben wir also gezwungenermaßen eine weitere Stadtbesichtigung vor uns: 4 Behörden unter 3 Dächern in der Stadt verteilt.
Alle Erklärungen, dass wir nur auf passenden Wind warten und wir einen defekten Motor haben, lassen die Behörden nicht gelten. Also durchlaufen wir wegen eines mittlerweilen nur noch 12-stündigen Aufenthalts auf Nevis die vollständige Prozedur.
Das Gute daran: Wir treffen Bone, den Taxi-Driver aus der Sunshine's Bar wieder, der uns erklärt, dass alles, was uns "Rasta-Man", unser vorheriger "Taxi-Driver" 6 Tage zuvor mit der ESW-Crew auf der Insel gezeigt hat, eh nur "Bullshit" ist. Er versichert uns, gegen eine "Geld-zurück-Garantie", dass er uns die Affen im Regenwald zeigt.
Hochmotiviert fährt er mit uns los und bleibt beim ersten Trail im Regenwald stecken - soweit ist er noch nie in den Dschungel vorgedrungen, sagt er, aber er findet es "nice", wir auch und amüsieren uns auf der Rückbank.
Tatsächlich findet er dann doch noch den richtigen "Eingang" zu einem Trail in den Regenwald, den wir zu Fuss geniessen.
Neben den "Behörden-Affen" sehen wir tatsächlich auch ein paar scheue Nevis-Affen im Regenwald.
Bone ist nach seiner Erfolgstour gut gelaunt, wir auch, er kauft sich und für uns noch frisches, warmes Brot, Luisito schläft auf der Rückbank ein und wir stranden wieder alle zusammen in der Sunshine's Bar am Pinney's Beach beim allerletzten "Killer Bee".
Morgen bei Sonnenaufgang wollen wir die Segel setzen und 60sm nach St. Martin zurücklegen - die Windvorhersage ist für den langen Tagesschlag vielversprechend.
Wir erwarten eine angenehme Reise :-)
Allerdings immer noch ohne eine heisse Tasse Kaffee :-(
Donnerstag, 24. März 2011
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