Die Überfahrt von Nevis nach St. Maarten war wie vorhergesagt eine "Bilderbuch-Rauschefahrt".
Mit durchschnittlichen 6 Knoten bei halben bis raumen Wind, aber 3 Meterwellen, vom Starkwind der letzten Tage aufgebaut, erreichen wir nach 60sm und 10 Stunden Philipsburg auf St. Maarten.
Wir gehen erstmal in der Bucht vor Anker.
Als wir gerade auf dem Weg in die Kojen sind, schleicht sich plötzlich ein groesseres Motorschlauchboot im Dunklen an Snowflake heran, dann wird es auf einmal durch Scheinwerfer ganz hell.
6 schwer bewaffnetet Jungs in schwarzer Montur mit Bankräubermützen legen an: Es ist das Patrouillenboot der Küstenwache.
Bevor sie an Bord kommen, vergewissern sie sich bei uns, dass wir keine Waffen und Hunde an Bord haben.
Wir können sie beruhigen. ;-)
3 durchsuchen unser Schiff, sämtliche Kojen. Unser "Panic"-Schapp und Feuerlöscher werden überprüft.
Beanstandung findet letztendlich nur unser nicht funktionierendes Ankerlicht. So hängen wir eine Taschenlampe an den Mast: An dieser Stelle ein Dankeschön an Alfred für sein Geschenk an Luis ! :-)
Puhh, die haben hier mitten in der Nacht einen ganz schönen Wind gemacht.
Irgendwie haben die Behörden es in letzter Zeit auf einmal nach fast 8 Monaten auf uns abgesehen.
Am nächsten Morgen geht Ludwig erstmal wieder brav einklarieren, in den niederländischen Teil der Insel St. Maarten. Immer noch ohne einen Morgenkaffee ! Seit 5 Tagen ohne Gas !
Danach gilt es, Termine für die Reparaturen an Snowflake fix zu machen.
Wir brauchen einen Termin für den Kran und einen hiermit abgestimmten Termin für den Mechaniker und das natürlich am besten sofort ! Den passenden Kran gibt es hier und ist auch für uns verfügbar.
Wir legen extra am Dockyard der Marina an, damit der Mechaniker zu uns kommt und die Schäden begutachten kann. Denn es muessen Ersatzteile aus den USA bestellt werden. Während Ludwig auf den Mechaniker wartet und zum - ähmmm, zum vierten Mal das Loch im Dinghi flickt - kann Esther in der Stadt eine neue Gasflasche erwerben !
Der Mechaniker versetzt uns zwar, doch für nächste Woche sind wir optimistisch, alle unter einen Hut zu kriegen.
Jetzt steht erstmal das Wochenende vor der Tür, da passiert eh nix.
So gehen wir wieder vor Anker, geniessen einen faulen Samstag mit heissem Morgenkaffee und üben mit Luis Hechtsprünge vom Schiff. Er traut sich erst, als Esther es ihm endlich vormacht und er sich denkt, das kann ich schon lange.
Eine Email aus den Staaten erreicht uns und vielleicht bekommen wir ja nochmal einen Überraschungsbesuch von Melanie & Ralf mit ihren Kiddies !
Im übrigen haben wir es Melanie zu verdanken, dass wir einige elektronische Instrumente für Snowflake günstig aus den USA nach Deutschland geschickt bekommen haben.
Morgen ist Sonntag und wir haben noch nix vor, ausser es uns gut gehen zu lassen !
Sonntag, 27. März 2011
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