Mittwoch, 23. März 2011

Logbucheintrag, 22.03.2011: "Abhängen und warten auf den passenden Wind"

Am Samstag Mittag verabschieden wir unsere letzte Crew in Basseterre, St. Kitts.
An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an die ESW-Crew, für die tatkräfitige Segelunterstützung und auch für die großzügige Essenseinladung !
Es wird still auf Snowflake. Wir machen weiter klar Schiff, bunkern und planen unsere letzte Tour.
Wie solls weitergehen?
Gerade als wir unsere Tour - äh Tortur - nach Süden, mit Ziel Trinidad & Tobago starten und wir den ersten langen, anstrengenden Schlag von den Spanish Virgin Islands nach St. Kitts hinter uns gebracht haben, gibts Neues von Ralfs Plänen. Snowflake soll im Mai wieder zurück ins Mittelmeer gebracht werden.
Da wir zwar Lust, aber weder Zeit noch Geld haben, eine Atlantikrundreise zu machen, muss ein Skipper her. Der ist auch schon gefunden ! Im Mai übernimmt John Snowflake und bringt sie hoffentlich wohlbehalten zurück.
Das heisst für uns, wir gehen wieder auf Nordkurs. Die ESW-Crew hätte es auch leichter haben können. ;-) Zumal uns der anschliessend einsetzende stramme Nordwind die nächsten Tage flott und bequem Richtung Venezuela gebracht hätte, wie es ursprünglich geplant war.
Snowflake leckt durch den Antriebsflansch, so dass beachtliche Mengen Seewasser in den Motorraum eindringen. Ausserdem ist eine Gummidichtung im Saildrive kaputt, so dass Salzwasser ins Getriebeöl läuft, d.h. Snowflake muss dringend aus dem Wasser.
Das wird jetzt auf St. Maarten passieren.
Danach starten wir unsere letzte "Revival-Tour" rund um St. Maarten und Anguilla und schliessen die wenigen Lücken in den Leewards.
Da der Wind Richtung gen St. Maarten noch nicht günstig steht, beschliessen wir noch bis Donnerstag auf St. Kitts & Nevis abzuhängen.
Sonntag Nachmittag legen wir in der Marina ab und fahren wieder Richtung Nevis.
Wir geniessen zuerst die einsame, ruhige White House Bay auf St. Kitts bei Vollmond.
Es macht sich jetzt schon ein bisschen Wehmut breit und wir geniessen die Idylle.
Am nächsten Morgen gehts zum Schnorcheln und es gibt wieder allerhand zu sehen: Einen Rochen, eine Seeschlange und viele Fische tummeln sich um uns.
Der Wind bläst immer noch steif von Norden, so dass wir weiter "abhängen" muessen :-)
So gehts weiter nach Nevis, nach Charlestown, am Nachmittag zum Pinney's Beach und am nächsten Tag zur Sunshine Bar mit Lagerfeuer am Abend. Hier stossen wir nochmal mit "Killer Bees" auf die ESW-Crew an ! :-)
Tagsüber erhalten wir noch einen netten Besuch von Charly, der aus Nevis stammt und hier lebt. Er hatte sich im November für die Atlantiküberquerung mit Snowflake beworben.
Er bietet uns frisch gefangenen Fisch an, doch wir muessen leider ablehnen, da unser Gas in der Küche aus ist.
Als kleinen Trost bringt er uns eine Papaya aus seinem Garten.
Gas gibts auf St. Kitts & Nevis leider nicht, so bleibt bis Freitag die Küche kalt, der Morgenkaffee auch.

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