Wir "verholen" uns von der unruhigen Anse Marcel wieder in die Baie Grand Case.
Weisser Sandstrand, türkises Wasser und jede Menge "Lolos ".
Das sind urige Grill-Bars der Einheimischen, die alles Essbare auf ihre riesigen Grills werfen und dieses für einen guten Preis ruckzuck auf die Bierbank bringen.
1 Euro = 1 Dollar. Und wir "Dummies" haben wieder unsere letzten Dollarkröten an der holländischen Tanke für Diesel abgegeben. Denn "Cash" zu bezahlen, ist günstiger, um 10cent für einen Liter Diesel.
Das Skurrilste jedoch ist, dass wir am Nachmittag tatsächlich mit Melanie, Emma, Alina und Ralf in unserem chilligen Lieblingscafe sitzen - seit 6 Jahren haben wir uns nicht mehr gesehen und dann sind sie und wir zufällig zur gleichen Zeit auf St. Maarten !!!
Die Freude ist riesengroß, die Zeit für diesen Tag zu knapp und so treffen wir uns morgen nochmal auf der "Snowflake-Baustelle" !
Am Donnerstag vormittag nutzen wir noch jede Minute aus, um zu baden, ´zu schwimmen und einfach um stumm aufs Wasser und die Wasserschildkröten zu kucken.
Wir lichten unseren Anker für die 8sm entfernte Simpson Bay Lagoon genau 2 Stunden vor Öffnung der Brücke.
Mit raumen Wind lassen wir unsere letzten Segelstunden an uns vorbeiziehen, der Motor bleibt aus, es ist ganz still auf Snowflake...
Wir sind aber auch ein bisschen langsam und registrieren "a bisser" spät, dass es zeitlich knapp wird, die Brücke zu passieren - haben wir das insgeheim in Kaufe genommen oder wollte der Skipper absichtlich noch ein paar Segelstunden mehr rausholen und noch gar nicht einlaufen ?;-)
Die Brücke schon vor Augen und noch 10 Minuten Zeit, schalten wir die Motoren dann doch noch auf Vollgas !!!
Die Brücke öffnet sich und wir sind noch 3 Minuten entfernt, um sie passieren zu können.
Vorschriftsmässig melden wir uns per Funk an:
Snowflake: "Simpson Bay Bridge, Simpson Bay Bridge, this is Snowflake, over"
Simpson Bay Bridge Manager: "Snowflake, go ahead"
Snowflake: "We will pass the bridge in 3 minutes, please put us on your list, over"
Simpson Bay Bridge Manager: "Where are you ?"
Snowflake: "Almost there, just 3 minutes to go, over"
Simpson Bay Bridge Manager: "Ah, I see you", "negative, you are too far out".
Snowflake: "We are running full speed, please keep the bridge open, over".
Simpson Bay Bridge Manager: "Negative, too far out".
Ludwig und Esther schmunzeln sich an, was solls, die 5sm entfernte Sandy Ground Bridge auf der französchischen Seite öffnet in 3 Stunden und somit haben wir noch mehr Segelstunden rausgeholt. ;-)
Wir sind dann diesmal zu frueh, Luis uebernimmt das Steuer und kreist in der Marigot Bay vor der Brücke.
Sie öffnet und es gibt nun kein Entkommen mehr ! Wir muessen rein !
Obwohl wir einen Liegeplatz bereits in der Lagoon Marina reseviert haben, werden wir so gar nicht erwartet. Die Marina ist gerammelt voll, so legen wir uns ganz frech ins "Päckchen", an einen Katamaran. Wie sich später herausstellt, ist der Eigner Peter deutsch-katalanischer Abstammung.
Er begrüßt uns überrascht und berichtet sofort von seinen venezolanischen "Erfahrungen" auf Isla Margharita und Trinidad & Tobago, wo sein Schiff von Piraten attackiert, beschädigt und ausgeraubt worden ist.
Die "Lagoonies" hier in der Marina begrüßen uns freundlich und nehmen alles ganz locker und unkompliziert. Sie haben zwar grad noch keinen richtigen Liegeplatz für uns, doch wir können erstmal so bei Peter liegen bleiben.
Luis hüpft immer fröhlich über Peters' Boot, um an Land zu kommen.
Für uns beginnt nun das "Ramadama": Alle Backskisten und Schapps ausräumen, putzen, lüften und trocknen, entrümpeln, Reparaturarbeiten durchführen, ein Glück: die Firma "Frostline" im Erdgeschoss des Marina Offices kann unseren defekten Kühlschrank sofort reparieren: "Cold beer, warm woman" ;-)
Es wird geputzt, sortiert und 30 Kilo Wäsche gewaschen !
Die Taxifahrt nach Marigot, um eine unserer Gasflaschen zu befüllen oder auszutauschen scheitert zum zweiten Mal. Gas gibts heute nur auf Anguilla ! ;-)
So versuchen wir am Montag erneut, die Gasflasche befüllen zu lassen.
Luis ist happy, er hat gleich nach der Ankunft in der Marina hier Freunde gefunden ! Eine ganze Clique von Langzeitsegler-Kindern und einheimische Kindern machen zusammen hier die Marina unsicher.
Er ist den ganzen Tag nicht zu sehen, hat keine Zeit für uns und will noch nicht mal Filme auf dem Laptop sehen !
An dieser Stelle, liebe Kristina und lieber Patrick, Eure Festplatte mit Kinderfilmen hat uns oft den Rücken freigehalten !!! Luis hats genossen, wir auch;-) !!!
Wir beschliessen den Abend bei einem Lifeconcert in der "Lagoonies"-Bar und schuften morgen weiter !
Samstag, 9. April 2011
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