Montag, 24. Januar 2011

Logbucheintrag, 23.01.2011: "Salzbuckel an Land"

Am 22.01.2011 muessen wir unser Morgenbad früh einnehmen, da unser "personal guide" um 09:00 Uhr für unseren Landausflug parat steht.
Oje, hätten wir uns nur vorher sein Auto angesehen ! Und wir haben eine Bergtour mit ihm vor !
Das Buchen wir ab unter "lessons learned":-)
Wir fahren also erstmal zur Texaco und stellen hier schon fest, dass dieses Gefährt eigentlich nicht mehr verkehrstüchtig ist: Die Türen gehen nicht zu, die Automatik-Schaltung rumpelt, die Stoßdämpfer schlagen durch und die Lenkung macht Geräusche, die wir nicht hören wollen.
Gebucht ist gebucht und wir starten zun den imposanten Trafalgar Falls in den Bergen des Regenwaldes: Wir kommen auch tatsächlich an und der Ausflug lohnt sich ! Wir klettern hinab zu den heissen Quellen vor den ca. 30m hohen Wasserfällen. Erstmal in die 38Grad warme Badewanne mit Suesswasser. Wir lassen uns richtig einweichen und schrubben uns unsere Salzkrusten weg. Das tut sooooo gut !
Völlig entspannt und aufgeweicht gehts weiter zu den Geysiren. Auf dem Weg dorthin begegnet uns ein "Raster-Man" mit einer "Boa Constrictor" um den Hals. Die hat er vor 2 Monaten hier im Regenwald gefunden und mit nach Hause genommen. Für ihre 2 Meter ist sie ja noch ziemlich klein.
Im Botanischen Garten von Roseau verabschieden wir unseren erschöpften "Guide" und wir machen zwischen den Eidechsen Picknick. Wir durchlaufen die uns schon bekannte Vorstadt-Slums Hauptstrasse und sind bei Dämmerung wieder an Bord - wie es hier einem geraten wird.
Am nächsten Morgen um 7 Uhr (ohne Morgenbad) machen wir von der Boje los und haben eine gemütliche Sonntags-Kaffeefahrt nach Portsmouth, im Norden von Dominica, vor uns. Tatsächlich absolute Flaute im Lee, motoren wir 5 Stunden und erreichen die Bucht der Prince Rupert Bay.
Hier säumen diverse Frachter die Bucht, die die Hurrikane "David" und "Louis" in den letzten 5 Jahren an den Strand gespült haben. Der größte Schiffsfriedhof der Karibik ! Gespenstisch!
Der "Indian River", ein von der Unesco geschuetzer Fluss im Regenwald, ist ein Ausflug wert ! Im Kanu durchstreifen wir üppigsten Regenwald. Wir sehen viele seltene Vögel, Leguane auf den Bäumen, die so gut getarnt sind, dass nur ein geschultes Auge sie tatsächlich auch finden kann, grosse Krabben und Baumwurzeln aus "Tausend-und-einer-Nacht". Die Geräuschkulisse, gerade zur Abenddämmerung, ist ein wahres Meisterkonzert ! Ein wunderschöner Tag auf Dominica geht zu Ende. Der einzige Wermutsropfen: Die Kinderstube der Buckelwale vor der Westküste Dominicas' konnten wir leider trotz intensivem Auskuck nicht ausmachen !
Wir kommen wieder !!! (im März).
Morgen wollen wir weiter zu den vor Guadeloupe vorgelagerten "Heiligen Inseln" "Illes de Saintes".
Da sollen angeblich die letzten Gallier wohnen, die sich bis heute sträuben, ihr Blut mit den karibischen Schönheiten zu mischen.

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