Dienstag, 30. November 2010

Logbucheintrag, Montag, 29.11.2010 "Gegenan"

seit gut 50 Stunden ist es vorbei mit der Gemütlichkeit. Der Wind bläst uns seither mit bis zu 55 Stundenkilometern ins Gesicht. Ziemlich genau aus der Richtung in die wir eigentlich hinwollen. Das haben wir nicht gebucht. Die Wellen werden immer größer, Snowflake stampft sich im wahrsten Sinne des Wortes gen Westen. Schubladen fliegen auf, alles was nicht niet- und nagelfest ist fliegt durch die Gegend. In den Kojen fühlt es sich an wie im Innern eines Boxsacks. Die Wellen schmettern wie Faustschläge gegen die Rümpfe, das ganze Schiff vibriert. Dirks Bandcheiben haben sich deswegen schon beschwert. Der Laptop kann wegen der harten Stöße nur noch mit untergelegtem Kissen benutzt werden. Geregelte Mahlzeiten fallen im Moment aus. Schnelle Küche ist angesagt. Heute gegen Mittag ging es dann auch noch direkt auf eine dunkle Wolkenwand zu. Der Wind frischt noch mehr auf. Wir entschliessen uns nach Süden auszuweichen. Den Südkurs können wir aber leider nicht halten. Snowflakes Wendewinkel ist zu groß. Maarten entdeckt eine Wolkenlücke, auf die wir bei neuerlichem Westkurs treffen könnten. Wir haben Glück und bleiben tatsächlich vom Regen erst einmal verschont. Es geht also wie gehabt, wenn auch etwas beschwerlich, aber immerhin in die richtige Richtung. Die Angel bleibt übrigens erstmal auch verstaut. Es findet sich im Moment kein Koch für den Fisch ;-)

2 Kommentare:

  1. WOW, mir laufen Schauer über den Rücken. Eure Beschreibungen sind so super, dass ich mir richtig was vorstellen kann. Viele viele Fragen, aber damit verschone ich Euch jetzt. Wir fiebern weiterhin mit Euch mit.
    Eure Henrys.

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  2. Esther für dich:

    HAPPY BIRTHDAY!

    Erzähl mal, wo und wie du deinen Freudentag verbracht hast. Wie geht's Euch, wie gefallen Euch die Kanaren auf dem Festland? Liebste Grüße
    Kristina

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