"Bitte was?!", fragte unser Rheinländisches Crewmitglied, als der Betreff "Gockalan und Biebalan" die Runde machte. Doch erst einmal der Reihe nach: In Marina Cay ging's zum ersten Mal an der Außenseite eines Riffs zum schnorcheln. Neben einem halberholten Korallenriff trafen Ludwig und Florian auch auf eine Meeresschildkröte.
Nach einer fünfminütigen Inselerkundungsumrundungstour legten wir ab in Richtung Trellis Bay, was sich in etwa 200 mtr Entfernung befand. Das Anlegen gestaltete sich jedoch als ausgesprochen langwierig. Letztendlich versuchten wir nach zwei vergeblichen Ankermanövern an einer etwas in die Jahre gekommenen Boje festzumachen. Der Starkwind gab Matthias Auftrieb Urkräfte zu entwickeln, die er in guter alter Gewichthebermanier zur Schau stellen wollte, natürlich aufgrund seiner Beach-Boy-Natur. Da im Kampf Matthias gegen Boje letztendlich die Kugel gewann, waren wir dann doch gegen das Abtreiben gesichert.
Danach entdeckte Luis auf Trellis Bay, in einem einsamen Strandlokal, seinen neuen Lieblingsfisch: Mahi Mahi, oder wie Luis sagt: Machi Machi, Mutschi Mutschi...
Das Frühstück der Earlybirds am nächsten Morgen wurde durch einen nicht zu übersetzenden englischen Befehl, frei nach Ludwig: man solle doch die Spur räumen, jäh beendet. Ungewohnterweise war auch Matthias ein Teil der Frühaufsteher, neben Esther und Luis natürlich. Nach kurzem Verholen, das an Flo und Bene scheinbar unbemerkt vorüber ging, konnten beide das Frühstück in karibischer Behäbigkeit zelebrieren. Nach einstündiger kräftezehrender Fahrt legten wir halb ausgehungert in Road Town, der Hauptstadt Tortolas, an und wagten nach nährender Mahlzeit den Schritt aufs Festland, wo wir unseren bisher längsten Ausflug absolvierten. Bezugnehmend auf obigen Betreff, und von einem herumtorkelnden Tortolaner verfolgt, bestaunten wir doch sehr die Bewohner der Insel, hauptsächlich bestehend aus Gockalan und Biebalan (zu deutsch: Chicken BBQ und Baby Chicks). Matthias und Flo wollten währenddessen ihrem Beach-Boy-Image gerecht werden und Matthias legte Florian zur Anprobe ein Strandkleidchen an, schließlich ist ja Karneval, an dem Flo offensichtlich immer seine feminine Ader offenbart.
Durch eine bunte Schar einheimischer Schulkinder bahnten wir uns den Weg zum örtlichen Italiener, der uns leckeres hausgemachtes Eis anbot. Nach kurzer Einparkhilfe für eine fremde Frau machten wir uns mit dem von Ludwig gesteuerten Dinghitaxi auf den Weg zurück zur Snowflake, die uns mit Nudeln in Gorgonzola-Coleslaw-Soße lockte.
Dienstag, 1. März 2011
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Bitte was? Das frage ich mich auch: Gockalan, Biebelan, Mahi Mahi, Mutschi Mutschi? Nicht zu übersetzender Befehl? Ein Zeichen von zuviel Rumpunsch ?
AntwortenLöschenIch habe – um mich etwas in Snowflake-Stimmung zu versetzen – gerade noch einmal die »Schatzinsel« von Stevenson gelesen. Dort gehts auch rund – ein Teil des Schatzes liegt immer noch dort – auf Tortuga!
Liebe Grüße aus dem sonnigen aber kalten München, Edith