Sonntag, 13. März 2011

Logbucheintrag, 12.03.2011: "Ab vom Kurs - Illegal in St. Croix"

Es gab eine nächtliche phosphoriszierende "Erleuchtung" bei unserem mitternächtlichem Bad im Puerto Mosquito auf Vieques:
Wir wagten uns kaum von unserem Dinghi, mit dem wir in die berühmte Bucht gegen Mitternacht paddelten. Eine Vielzahl von Fischen, die gar nicht so klein waren, zogen eine meterlange Leuchtspur hinter sich im Zickzack-Kurs hinterher.
Die fliegenden Fische springen leuchtend konfus um uns herum.
Der Sternenhimmel, die absolute Stille und dieses Naturspektakel zieht uns in seinen Bann: Unglaublich, diese einzigartige Atmosphäre !!!
Am nächsten Morgen machen wir einen Abstecher in den Puerto Real, wo uns ein "Loco tonto" mit seinem Kajak an einer privaten Boje nicht gerade freundlich willkommen heisst.
Er beschimpft uns und telefoniert mit einem Handy, das eigentlich nur seine Hand am Ohr ist.
Er will anlegen, uns "vermöbeln" und ist ziemlich aufgebracht.
Erst als wir ablegen, paddelt er, aber immer noch schimpfend davon.
Wir überlegen kurz, ob wir hier eigentlich wirklich übernachten wollen.
Wir tun es und gehen erstmal gut essen, einkaufen und Cocktails-trinken.
Zum Schnorcheln fahren wir dann weiter in die Sun-Bay. Dort sieht Mich unerwartet einen Stachelrochen, Alfred einen Adlerrochen, Esther eine Schildkröte, Ludwig einen lustig aussehenden, Gemeinen Igelfisch und wir alle zusammen wunderbare Korallen !
Wir haben für den nächsten Tag eine grosse Überfahrt nach St. Kitts/Nevis, ca. 150sm, geplant.
Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt:
Der Wind dreht nach 2 Stunden um 30 Grad ostwärts, das einzige, erreichbar Land zwischen uns und den ABC-Inseln, 300 sm südlich, vor Venezuela, ist die US-Virgin Island St. Croix.
Nach 10 Stunden hart am Wind, suchen wir uns in der stockdunklen Nacht einen Ankerplatz.
Wir tasten uns in die Bucht vor. Wir sind die Einzigen und das Ankermanöver glueckt aufs erste Mal.
Die Küstenwache ruft "Pan Pan" über Funk, aber wir sind nicht gemeint.
Es gibt Käptns' Dinner und eine muede, aber eine tapfere Crew.
Wir planen erstmal nichts und lassen uns ueberraschen, wo uns der Wind morgen hintreibt!

1 Kommentar:

  1. Welche Drogen führen denn zu so fantastischen Farborgien?

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