Sonntag, 2. Januar 2011

Logbucheintrag 31.12.2010: Dem Fluch der Karibik auf der Spur ins neue Jahr

Nach einem wunderbaren Sonnenaufgang mit "liquid sunshine" ( Luken auf---Luken zu...)verlassen wir am 30.12. die Bucht von Soufriere und machen uns auf den Weg zur nächsten Vulkaninsel St. Vincent. Die 35 Seemeilen kriegen wir trotz ordentlichen Geschaukel ganz gut rum, zumal uns tatsächlich ein groooooßer Fisch an die Angel geht. Der war mindestens......also ungefähr...ja bestimmt 30 cm lang!!! Leider bleibt´s bei dem einen....
Schon weit vor der Einfahrt zur Walilabou Bay auf St. Vincent kommt uns schon der erste boat boy entgegen und bietet uns seine Hilfe beim Festmachen an. Er rudert schneller zum Liegeplatz als wir dorthin motoren... Für seine Dienste bekommt Esiah 15 EC (East Caribean Dollar= etwa 5 Euro)- früher hieß das mal "give me 5 EC , mon!", ein Bier, ein paar Kippen und.... unseren Fisch...was Luis gar nicht versteht:"Wieso bekommt er jetzt UNSEREN Fisch????" Aber wir gehen abends eh Essen, da der Fisch nicht für alle reicht.
Die Walilabou Bay ist in manchen Kreisen besser als "Walallibou Bay" bekannt, da man dort so viel Zeit und so viele Cocktails für´s Einklarieren braucht... Inzwischen ist das Minidörfchen aber zu anderem Ruhm gelangt: Hier wurden Teile von "Fluch der Karibik" gedreht ....ja, Jonny Depp was here!!!!!!!!!! Teile der Kulisse stehen sogar noch! Leider verfallen sie aber zusehens. Einzig die Bar dort pflegt noch das Andenken und stellt Fotos, Drehpläne und Kostüme aus. Das lenkt dann auch von der Qualität des Essens ab.
Beim Ablegen vom Dinghisteg gibt es dann das erste kleine Unglück: der Schwell ist so groß, dass das Dinghi mit Kindern und Moni unter der Steg treibt und ein Loch bekommt. Schnell sind alle wieder auf dem Steg, alles gut, nur Monis Po nass. Ein netter Finne fährt uns sicher und trocken zur Snowflake, das arme Dinghi kommt mit an Bord. Der Fluch der Karibik hat uns gestreift....

Der nächste Tag beginnt schwül und ruhig, die Zeit wird genutzt für kleinere Reparaturen. Stefan versucht das Beiboot zu flicken -schwierig, wenn man in der Karibik sitzt und der Kleber bei max. 25 Grad, ohne direkte Sonneneinstrahlung und maximaler Luftfeuchtigkeit von 60% (momentan 86%!!)verarbeitet werden will. So richtig will das auch nicht klappen. Nun denn, wir machen uns auf den Weg nach Bequia, wohl eine der schönsten und beliebststen Inseln der Windward Islands. Das sieht man dann auch an dem von uns anvisierten Hafen- der Admirality Bay.... Masten soweit das Augen reicht... Unser Captain (sein Name ist Captain-seine Freunde nennen in auch Ludwig- aber er hat keine Freunde)findet trotzdem noch ein wunderschönes Plätzchen an einem paradiesischen (endlich) Sandstrand mit türkis farbenem Wasser. Da lässt es sich doch Silvester feiern! Und zu unserem Gück- wir haben ja kein funktionierendes Dinghi und kein wirkliches Menue mehr an Bord zudem hat heute auch kein Fisch angebissen- kommt ein boat boy vorbei und offeriert uns frischen Lobster. Es ist wahrlich kein Schnäppchen, aber das sind wir hier ja schon gewohnt, dafür schmeckt er, vom Captain höchstpersönlich zubereitet, vorzüglich- und so frisch kriegt man ihn halt selten! Die Kulisse mit den vielen beleuchteten Booten und den reizvollen Häusern an der Küste ist ein Augenschmaus, der dummerweise immer wieder von Monsun artigen Regenfällen getrübt wird. Nichtsdestotrotz werden wir das Jahr hier hervorragend beenden können und es bleibt uns nur noch Euch allen in der "Alten Welt" einen schönen und gesunden Start ins neue Jahr zu wünschen. Happy new Year!!

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