Wir verlassen nun für die nächsten 2 Monate französische Hoheitsgewässer und bunkern deshalb
natürlich Wein was geht. Der lauschige Ankerplatz in Deshaies auf Guadeloupe lehrt uns wieder die Entdeckung der Langsamkeit. Eilig hats hier niemand !
Nach unserem üblichen Morgenbad, das die heimatliche Dusche ersetzt, machen wir uns auf zu der Wanderung entlang des Bergflusses, "River Deshaies". Proviant ist gepackt, Luis hat Lasso, Steinschleuder, Pfeil & Bogen, Schnitzmesser, 1 Liter Trinkwasser in seinem "Survival-Rucksack". Der Bordpapagei und das "Jack-Sparrow-Kopftuch" sind mit dem Karabiner am Rucksack befestigt. Er sucht Abenteuer, wir sind gefordert! ;-)
Glücklicherweise gestaltet sich die anfangs sehr gemächliche Flusswanderung sehr bald zu einer anspruchsvollen Kletter- und Balancierpartie. Es macht uns allen riesig Spass, sich im Fluss den Weg über die Felsbrocken zu suchen. Wer ist der schnellste ohne nassen Fusses ?
Es ist herrlich schattig und das Wasser eisgekühlt - für karibische Verhältnisse.
Übrigens ist unser körperliches Empfinden für Kälte derzeit bei 24Grad - jammern auf hohem Niveau! ;-) (Und die hat es morgens um 7 Uhr und abends um 23 Uhr).
Gegen Mittag erreichen wir ein idyllisches Plätzchen im Fluss, um in einer Gumpe mit kleinem Wasserfall zu baden und danach zu picknicken.
Vorsorglich hat Luis auch noch seine Taucherbrille eingepackt, um "glitschge und spitze Steine besser sehen zu können". Luis baut so seine Fallen auf und positioniert sich gegen feindliche Angriffe.
Unter seinem Schutze geniessen Ludwig und Esther nach einer Abkühlung das Plätschern des Wasserfalles, die angenehmen Temperaturen, die absolute Einsamkeit und die Geräusche im Regenwald. Es ist unglaublich schön hier !
Nach der Rückkehr gönnen wir uns in einem Strandrestaurant mit kreolischer Küche eine Mahlzeit.
Es geht tatsächlich noch langsamer ! Und wir dachten, wir hätten sie - die Langsamkeit - nun intesivst entdeckt.
Wir sind die einzigen Gäste und die Bedienung bewegt sich in Zeitlupe, wir nach 2 Stunden dann auch - eilig hats hier wirklich niemand - und wir schon gar nicht !
Trotzdem zieht es uns weiter nach Antigua & Barbuda - schlappe 45 sm entfernt !
Das heisst, zum ersten Mal seit 5 Monaten den Wecker stellen und um 5 Uhr aufstehen. Danach den Anker lichten und den Kurs auf 360Grad stellen, um bei tiefstehender Sonne die Aussenriffe vor Antigua sicher passieren zu können.
Zielhafen ist der historische Naturhafen "English Harbour" auf Antigua.
Sonntag, 30. Januar 2011
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