Donnerstag, 20. Januar 2011

Logbucheintrag, 18.01.2011: Gestörte Nachtruhe in Anse d'Arlet

Am Abend frischt der Wind in der Bucht von Anse d'Arle plötzlich sehr stark auf, so dass Snowflake heftig ab und an an der Ankerkette ruckt. Mhhh....
Plötzlich um 5 Uhr morgens slippen wir an unserem Nachbarboot vorbei, von dem uns Ludwig gerade noch abhalten kann. Wie er das nur immer macht - mit einem Ohr immer auf Tuchfühlung mit Snowflake auch im Schlaf...
Esther und Luis waren dann auch ganz schnell wach und laufen an Deck. Es geht sehr schnell und wir sind unfreiwillig frei, da die Wassertiefe hier ganz schnell zunimmt. Es ist gar nicht so einfach sich vom Riff und den vielen Schiffen hier freizuhalten.
Wir kreisen eine Stunde in der Bucht und warten so auf die Morgendämmerung, um bei Sicht wieder einen festen Ankerplatz zu finden.
Gegen 6:30 schaffen wir das auch. Esther holt erst mal eine Mütze Schlaf nach während Ludwig & Luis Ankerwache machen.
Die idyllische Bucht mit ihrem türkisfarbenem Wasser am Riff, die vielen, vielen bunten Fische, Schildkröten, Rochen und Korallen, die entspannte Atmosphäre am Strand laden uns doch zu einem Verweilen eines weiteren Tages und einer Nacht ein. Zeit haben wir ja !
So geniessen wir den Tag in vollen Zügen, hauptsächlich mit dem Kopf unter Wasser und bestaunen die Unterwasserwelt !
Am 18.01. sehen wir gerade bei unserem täglichen Morgenbad das Zollschiff einlaufen ! Oje!!!
Im Notfall müssen wir eine gute Erklärung haben, warum wir 2 Tage und Nächte für die Überfahrt von St. Lucia nach Martinique brauchen (Reisezeit waren ja nur 4 Stunden!). Also doch, alsbald den Anker hoch und in die Hauptstadt Fort de France, zumal unser Kühlschrank auch schon wieder leer ist.
Wir ankern direkt vor der Stadt und fahren mit dem Dinghi mitten ins Getümmel. Was für ein Szenenwechsel: Hupende Autos, Hektik und dicke Luft !
Das Einklarieren läuft modern am PC ab, nur bisschen schwierig ist es, ausgerechnet diesen PC in der Stadt ausfindig zu machen. Sarkozy spart an Beamten im Übersee-Departement und vergibt die Zollformalitäten an private Geschäfte. In diesem Fall dem Yacht-Zubehörladen. Dafür bekommen wir hier subventionierten Rotwein von der Cotes du Rhone, eben zu einem erschwinglichen Preis. Der Supermarkt entspricht europäischem Standard und so kaufen wir ein, was 6 Hände und 3 Rücken eben so schleppen können. Es wird Nacht und wir geniessen auf dem Schiff eine Live-Percussion-Aufführung an der Uferpromenade.

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