Gestern gabs die erste Dorade. Stattliche 90 Zentimeter. Der Fisch hat mehrmals die Farbe gewechselt und sich im wahrsten Sinne des Wortes grün und blau geärgert. Nachdem wir ihn in gemeinsamer Arbeit an Bord gehievt haben, konnten wir ihn schnell mit dem bereitgestelltem Wodka beruhigen. Allem Anschein nach ist er sanft entschlafen. Das Ausweiden und filetieren gestaltete sich Anfangs mit dem Leatherman etwas schwierig. Nachdem Dirk das große Küchenmesser gewetzt hatte, gings besser. Abends gabs dann in Weißwein, Karotten und Kartoffeln gedünstete Doradenfilets. Die Reste wurden am nächsten Tag zu Mittag als Fischsuppe verwertet.
Heute ist Angelfreier Tag. D.h. wir müssen 3 Stunden mehr die Zeit totschlagen - so lange dauert es etwa, bis der Fisch am Haken an Bord gehievt, mit Wodka narkotisiert, eingeschläfert, zerlegt und anschließend zubereitet ist.
Maarten nutzt jede freie Minute zum lesen, Dirk hat sich als Tagesaufgabe das versetzen des Solarpanels mit der Sonne gestellt und Ludwig spannt die 8m hohe Antenne ab, damit sie nicht jeden Tag eingeholt werden muß.
Unser Wxman Ralph versorgt uns laufend mit aktuellen Wetterinformationen und Routenempfehlungen zu den Ausläufern des Tiefdruckgebiets SW der Azoren, welches uns Anfang nächster Woche 7m hohe Wellen bringen soll. Wir überlegen wie wir am schnellsten zu etwas mehr und günstigeren Winden gelangen können. Der Passat läßt uns noch im Stich und wir können immer noch nicht auf Zielkurs gehen. Unser Kursspielraum ist gerade mal 30 Grad, die Diskussionen um die Ideallinie gestalten sich daher relativ einfach. Es geht erstmal weiter SSW.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen